GENEALOGENSTAMMTISCH – Jetzt auch in Krems, NÖ.!

Der GENEALOGENSTAMMTISCH.IN.WIEN http://www.genealogenstammtisch.org besteht nun seit mehr als eineinhalb Jahren und hat sich erfolgreich entwickelt. Viele Forscherkolleginnen und -kollegen besuchen ihn regelmäßig oder punktuell. Manche von diesen nehmen regelmäßig weite Fahrtstrecken in Kauf. Deshalb haben wir uns entschlossen neben dem Wiener Stammtisch und dem seit drei Monaten bestehenden Stammtisch in Mistelbach nun auch einen monatlichen Stammtisch in Krems abzuhalten.

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10. Stammtisch 20.1.2016

Das neue Jahr hat begonnen und unser erster Stammtisch des Jahres 2016 begann aufgrund der Sperre des Gasthauses Ebner in einem neuen Lokal, dem „Hofbräu zum Rathaus“ im 8. Bezirk in der Florianigasse 2.

Nachdem im Vorjahr Eheverträge, Testamente und Verlassenschaften sowie Fassionen und Kataster Themen waren, wurde diesmal mit den Grundbüchern die Reihe unserer Stammtische begonnen:

Grundbücher als Quellen für Familien- und Hausgeschichtsforschung“

Die räumlichen Verhältnisse – in unserem Raum finden knapp über dreißig Personen Platz – bequem Platz, vierunddreißig waren dicht gedrängt anwesend, für den Vortragenden Dipl.-Ing. Leopold Strenn war nur ein Stehplatz frei, was bei seiner Vortragsart keine Qualitätseinschränkung darstellte.

Von der Definition des Grundbuchs ausgehend zeichnete Strenn die geschichtliche Entwicklung nach. Das erste Grundbuch von Wien ist das des Bürgerspital aus der Zeit um das Jahr 1300. Erst mit dem Tractatus de juribus incorporalibus wurde im Jahr 1679 eine Vereinheitlichung der Führung der Bücher herbeigeführt. Die Herrschaften wurden verpflichtet Grundbücher auf eigene Kosten zu führen, jeden Wechsel eines Grundeigentümers einzutragen und die Eintragung der Lasten (Sätze) vorzunehmen.

Bis ins 18. Jahrhundert bestand ein Dreibuch-System: Das Dienst- oder Grundbuch, das Gewährbuch und das Satzbuch. Bestrebungen zur Steigerung der Übersichtlichkeit führten dazu, dass das Grundbuch zum Hauptbuch wurde (Niederösterreichische Landtafel 1758, Böhmen 1794). Die beiden anderen Bücher waren nunmehr als Urkundensammlung zu sehen.

Mit dem Allgemeinen Grundbuchsgesetz 1871 wurde der Grundstein zum Wechsel von den alten grundherrschaftlichen zu den staatlichen Grundbüchern gelegt. Die letzten Kronländer waren Tirol mit dem Anlegungsgesetz 1897 und Vorarlberg 1900. Für den Sonderfall des Burgenlandes erfolgten die entsprechenden Regelungen im Jahr 1927.Grundbuch Organisation

Die Führung der Grundbücher obliegt nun den Bezirksgerichten. Nach der Beschreibung des Aufbaues des Grundbuches sowie der genealogisch und heimatkundlich relevanten Informationen brachte Strenn Beispiele wie mit unterschiedlichen Ausgangsinformationen auf die Grundbuchseinlagen zugegriffen werden kann.

Im Rahmen des Stammtisches wurden auch die Ergebnisse der nach einem Jahr nun zum zweitenmal – diesmal online – durchgeführten Teilnehmerbefragung berichtet. Die Ergebnisse wurden von Stephan Reiter-Petrov präsentiert. Doch dazu ein anderes Mal.

1. Stammtisch am 17.3.2015

Die vermehrte Bereitstellung von Archivalien über das Internet führt immer mehr dazu, dass sich die Forscherinnen und Forscher fast nur mehr virtuell im Web treffen.

Um den persönlichen Kontakt nicht zu kurz kommen zu lassen, wurden auf Initiative von L. Strenn Anfänger, Fortgeschrittene und Profis zum GENEALOGENSTAMMTISCH.IN.WIEN eingeladen. Weiterlesen