14. Stammtisch am 30.3.2016

Diesmal wieder zwei Veranstaltungen an einem Abend! Das „Hofbräu zum Rathaus“ als Veranstaltungsort hat sich schon zur Routine entwickelt.

Kurrentkurs für Anfänger – Teil 2

Diemals ging es unter der Betreuung von Dipl.-Ing. Leopold Strenn intensiv in die Materie. Beginnend mit Stammbucheinträgen – jeder von den diesmal 23 Teilnehmern erhielt einen anderen Text – wurde die Schrift an Beispielen des 20. Jahrhunderts geübt. Anschließend ging es in die Intensivphase:

Siegl Juliane geb Nagl Schnepfenkoth um 1830

Rezept aus Kochbuch der Juliane Siegl geb. Nagel um 1830, Lemberg – Privatbesitz

Sorgfältig ausgewählte Gerichtsprotokolle, Auszüge aus Zinsbüchern, zwei Rezepte aus einem Kochbuch der Juliane Siegl geb. Nagl (um 1830) – Schnepfen Koth und Zemer Soß -, Gewähr- und Heiratsprotokolle und abschließend eine Seite eines Taufbuches aus dem 17. und eine aus dem Trauungssbuch derselben Pfarre aus dem 18. Jahrhundert wurden als Beispiele für diesen Crah-Kurs ausgewählt. Abwechselnd versuchten die Teilnehmer mit wechselndem, aber sehr oft mit überragendem Erfolg die Texte zu lesen. Zwecks nochmaliger Wiederholung wurden die Abschriften der Texte der geübten Dokumente und Urkunden den Teilnehmern per Mail übermittelt.

Anschließend fan wieder der reguläre Stammtisch statt. Diesmal ging es um:

Wie bringe ich meine Forschungsergebnisse an die Öffentlichkeit? – Publikation genealogischer Forschungsergebnisse

37 Personen waren anwesend um mehr über dieses Thema zu erfahren. Leopold Strenn, der mit der Thematik der Erstellung von Publikationen beruflich viele Jahre verbunden war, führte in die Möglichkeiten ein. Warum überhaupt, für welche Zielgruppe, mit welchem Medium waren einige der behandelten Fragen zu Beginn. Weiterlesen

13. Stammtisch 15.3.2016

Diesmal begann unser Stammtisch mit einer Führung durch den Kurator Dr. Georg Traska (Österreichische Akademie der Wissenschaften) im Volkskundemuseum:

Vertriebene und Verbliebene erzählen. Tschechoslowakei 1937-1948

Ausstellung und Videoinstallation
 Die von Georg Traska kuratierte Ausstellung thematisiert die NS-Zeit in der Tschechoslowakei und die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg. Lebensgeschichtliche Videointerviews, die in Österreich, Tschechien und der Slowakei geführt wurden, dokumentieren Erinnerungen an diese Geschichte bis in die Gegenwart. Als mitteleuropäische Kooperation kann die Ausstellung zeitgleich in Wien, Praha/ Prag und Bratislava/ Preßburg gezeigt werden.

Die 1918 entstandene Tschechoslowakei erbte von der Donaumonarchie die Konflikte der dort lebenden Volksgruppen. Der Nationalsozialismus radikalisierte den nationalen Anspruch als „rassische“ Vorherrschaft durch Annexion, Unterdrückung und Mord. Republikanische Bürgerschaft wurde durch „Volksgemeinschaft“ und damit verbundene ausschließende Begriffe ersetzt. Plötzlich konnte man nur noch „Deutscher“, „Tscheche“, „Jude“, „Magyar“ etc. sein.  Unmittelbar auf das Dritte Reich folgte die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei, die abermals von Unrecht und Tod bestimmt wurde. Der Eiserne Vorhang vollendete die Trennung zwischen der vertriebenen und der zurückbleibenden Bevölkerung, und der Kommunismus verbot jede Diskussion über die Vertreibung und die dabei geschehenen Verbrechen.

40 Interviews zeichnen die historischen Vorgänge im Spiegel der individuellen Erfahrung nach: in Familie und Nachbarschaft, in ethnisch gemischten Städten und entlegenen Dörfern, in Frieden und Krieg, während Gefangenschaft, Deportation und Neubeginn. Eine besondere Rolle spielen InterviewpartnerInnen, die dem nationalen Entweder-Oder widersprechen: gemischte Paare, deutschsprachige Gegner des nationalsozialistischen Regimes, TschechInnen und SlowakInnen, die sich dem kommunistischen „antifaschistischen“ Narrativ der Vertreibung widersetzen, etc. (Volkskundemuseum)

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12. Stammtisch 3.3.2016

Diesmal beginnend mit einer Führung im Wiener Stadt- und Landesarchiv. Diesmal mehr als 2/3 Damen!

Das Wiener Stadt- und Landesarchiv ist nicht nur wegen seiner Bestände, sondern auch wegen seiner Architektur einzigartig. Es ist eingebettet in den Gasometer D in Simmering und eine der wenigen runden Archivbauten weltweit.

Auf einer Gesamtfläche von circa 16.000 Quadratmetern finden sich in sechs Archivgeschoßen insgesamt 17 Depoträume mit einer Fläche von circa 10.000 Quadratmetern. Im Rahmen der Führung ist es möglich, einige dieser Depoträume zu besichtigen und mehr über die darin enthaltenen Unterlagen zu erfahren. (Wiener Stadt- und Landesarchiv)

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11. Stammtisch am 24.2.2016

Das Sommersemester begann wieder im „Hofbräu zum Rathaus“, 1080 Wien, Florianigasse 2, Richterstüberl diesmal mit zwei Themenbereichen:

Die Meinungsumfrage über das vergangene Jahr war abgeschlossen, beim letzten Stammtisch war zu wenig Zeit zu einer umfassenden Präsentation, weshalb diese zu einem der beiden Hauptthemen dieses Stammtischs gemacht wurde.

Ein Punkt dieser Umfrage bezog sich auf die Lesekompetenz der Forscherinnen und Forscher. – diesbezüglich wurde bei einigen ein Nachholbedarf gesehen – ein anderer bezog sich auf die Erfassung genealogischer Daten mit einem Ahnenforschungsprogramm.

Aus diesem Grund wurde für den 11. Stammtisch ein zweiteiliges Programm vorgesehen:

Kurrent für Anfänger – Teil 1 von 17.00 – 17.50 Uhr

anschließend um 18.00 Uhr der GENEALOGENSTAMMTISCH.IN.WIEN mit zwei Schwerpunkten:

1.) Präsentation der Umfrageergebnisse durch Stephan Reiter-Petrov

2.) Erfassung und Standardausgabe genealogischer Daten am Beispiel der Ahnenforschungssoftware AGES durch Leopold Strenn Weiterlesen

10. Stammtisch 20.1.2016

Das neue Jahr hat begonnen und unser erster Stammtisch des Jahres 2016 begann aufgrund der Sperre des Gasthauses Ebner in einem neuen Lokal, dem „Hofbräu zum Rathaus“ im 8. Bezirk in der Florianigasse 2.

Nachdem im Vorjahr Eheverträge, Testamente und Verlassenschaften sowie Fassionen und Kataster Themen waren, wurde diesmal mit den Grundbüchern die Reihe unserer Stammtische begonnen:

Grundbücher als Quellen für Familien- und Hausgeschichtsforschung“

Die räumlichen Verhältnisse – in unserem Raum finden knapp über dreißig Personen Platz – bequem Platz, vierunddreißig waren dicht gedrängt anwesend, für den Vortragenden Dipl.-Ing. Leopold Strenn war nur ein Stehplatz frei, was bei seiner Vortragsart keine Qualitätseinschränkung darstellte.

Von der Definition des Grundbuchs ausgehend zeichnete Strenn die geschichtliche Entwicklung nach. Das erste Grundbuch von Wien ist das des Bürgerspital aus der Zeit um das Jahr 1300. Erst mit dem Tractatus de juribus incorporalibus wurde im Jahr 1679 eine Vereinheitlichung der Führung der Bücher herbeigeführt. Die Herrschaften wurden verpflichtet Grundbücher auf eigene Kosten zu führen, jeden Wechsel eines Grundeigentümers einzutragen und die Eintragung der Lasten (Sätze) vorzunehmen.

Bis ins 18. Jahrhundert bestand ein Dreibuch-System: Das Dienst- oder Grundbuch, das Gewährbuch und das Satzbuch. Bestrebungen zur Steigerung der Übersichtlichkeit führten dazu, dass das Grundbuch zum Hauptbuch wurde (Niederösterreichische Landtafel 1758, Böhmen 1794). Die beiden anderen Bücher waren nunmehr als Urkundensammlung zu sehen.

Mit dem Allgemeinen Grundbuchsgesetz 1871 wurde der Grundstein zum Wechsel von den alten grundherrschaftlichen zu den staatlichen Grundbüchern gelegt. Die letzten Kronländer waren Tirol mit dem Anlegungsgesetz 1897 und Vorarlberg 1900. Für den Sonderfall des Burgenlandes erfolgten die entsprechenden Regelungen im Jahr 1927.Grundbuch Organisation

Die Führung der Grundbücher obliegt nun den Bezirksgerichten. Nach der Beschreibung des Aufbaues des Grundbuches sowie der genealogisch und heimatkundlich relevanten Informationen brachte Strenn Beispiele wie mit unterschiedlichen Ausgangsinformationen auf die Grundbuchseinlagen zugegriffen werden kann.

Im Rahmen des Stammtisches wurden auch die Ergebnisse der nach einem Jahr nun zum zweitenmal – diesmal online – durchgeführten Teilnehmerbefragung berichtet. Die Ergebnisse wurden von Stephan Reiter-Petrov präsentiert. Doch dazu ein anderes Mal.

9. Stammtisch am 9.12.2015

Das Jahr 2015 geht seinem Ende entgegen. Der monatliche GENEALOGENSTAMMTISCH.IN.WIEN kann auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurückblicken. Insgesamt haben 105 Personen unseren Stammtisch besucht, das heißt, dass durchschnittlich jeder unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeden zweiten Stammtisch besucht hat. Weiterlesen

8. Stammtisch am 17.11.2015

Beim vorletzten Stammtisch ging es um Eheverträge, Testamente und Verlassenschaftsprotokolle, beim letzten um Fassionen und den Kataster als Quellen für Familienforscher. Diesmal wurde wieder ein sehr interessantes Thema behandelt:

Nicht alle unserer Vorfahren haben sich immer rechtskonform verhalten, sondern kamen auch manchmal mit dem Gesetz in Konflikt.

Welche spannenden Informationen Strafprotokolle der Herrschaften enthalten können wurde uns von Ing. F. Gundacker am Beispiel der Strafprotokolle der Herrschaft Arbesbach näher gebracht. Weiterlesen

7. Stammtisch am 14.10.2015

Diesmal Dipl.-Ing. Leopold Strenn: „Fassionen und Kataster als Quellen für Familien- und Hausgeschichtsforschung“

Nachdem vor Kurzem Mappen des Franziszeischen Katasters durch das NÖLA online gestellt wurden und die Katastralmappen des Franziszeischen Katasters weiterer ehemaliger Kronländer online verfügbar sind, hat dieses Thema besondere Aktualität. Weiterlesen

6. Stammtisch am 23.9.2015

Mittwoch, 23. September 2015, 19.00 Uhr

Diesmal eine Führung durch die Bibliothek und Sammlungen der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft Adler (1010 Wien, Universitätsstraße 6/9b) durch deren Vizepräsidenten Dipl.-Ing. Georg Gaugusch und Frau Dr. Christa Mache. Weiterlesen

5. Stammtisch am 19.8.2015

Für viele ist die Urlaubszeit vorbei, manchen steht der Urlaub noch bevor.

Auf Wunsch von einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde kurzfristig ein Stammtisch eingeschoben. Diesmal im „Hofbräu zum Rathaus“, ehemals Adam in 1080 Wien, Florianigasse 2 bei einem gemütlichen Beisammensein mit viel Erfahrungsaustausch, Diskussionen und Unterstützung von Profis für Anfänger.

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Alfred Zügner, Brünn

Auch Felix Gundacker ist wie bei jedem anderen Termin wieder da und untertützt bei Spezialfragen. Was uns aber ganz besonders freut, dass unser „schon fast Stammgast“ Alfred Zügner wieder aus Brünn gekommen ist.